Recap 20. Private Equity-Konferenz NRW 2026

Partnerschaften als Motor für Transformation und Wachstum

Warum Mittelstand, Start-ups und Beteiligungskapital enger zusammenrücken müssen

Ein Text von Eva Rathgeber vom 26.05.2026, ursprünglich erschienen bei unserem Medienpartner auf unternehmeredition.de

Der Mittelstand steht vor der Aufgabe, Transformation nicht nur zu finanzieren, sondern aktiv zu gestalten. Auf der 20. Private Equity-Konferenz NRW auf den Düsseldorfer Rheinterrassen diskutierten mehr als 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welche Rolle Innovation, Beteiligungskapital, Know-how und Zukunftspartnerschaften spielen, um Unternehmen im Spannungsfeld aus Unsicherheit, Disruption und technologischem Wandel zukunftsfähig zu machen.

Die 20. Private Equity-Konferenz NRW stand unter einem Leitmotiv, das sich durch nahezu alle Vorträge und Diskussionen zog: Transformation gelingt nicht allein. Wer in einem zunehmend komplexen Umfeld bestehen will, braucht Kapital, Technologien, Netzwerke und verlässliche Partner. Genau dafür brachte die Konferenz Investoren, Unternehmer, Wissenschaft, Politik und Start-ups zusammen. Veranstaltet wurde sie von der NRW.BANK mit Unterstützung des Bundesverbands Beteiligungskapital (BVK), des Private Equity Forum NRW e.V. sowie zahlreicher Partner.

Transformation braucht mehr als Finanzierung

Moderatorin Maike Neitz führte durch den Tag und formulierte früh die zentrale Herausforderung: Unternehmen müssen gleichzeitig effizienter, digitaler, resilienter und innovativer werden, und das unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Dabei sei Transformation längst keine isolierte Managementaufgabe mehr. Vielmehr gehe es darum, unterschiedliche Akteure zusammenzubringen und Veränderung gemeinsam zu organisieren. Entsprechend würdigte Neitz die Rolle der NRW.BANK als Plattform und Vernetzerin innerhalb des Beteiligungs- und Innovationsökosystems.

Staatssekretär Paul Höller aus dem nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium knüpfte daran an. Er beschrieb die aktuelle Lage als Phase tiefgreifender Veränderungen: geopolitische Unsicherheiten, technologischer Wandel und wachsender globaler Wettbewerb träfen insbesondere den Mittelstand. Für Unternehmen übersetze sich Transformation heute in sehr konkrete Investitionen: Digitalisierung, KI-Anwendungen, Automatisierung, neue Produktionsprozesse, widerstandsfähigere Lieferketten und neue Geschäftsmodelle. Viele dieser Vorhaben seien kapitalintensiv und könnten nicht allein aus dem operativen Geschäft gestemmt werden. Beteiligungskapital sei deshalb weit mehr als Finanzierung. Es eröffne Zugang zu Erfahrung, Netzwerken und zusätzlicher Umsetzungskraft. Gleichzeitig bekannte sich Höller dazu, dass Politik ebenfalls liefern müsse – etwa durch weniger Bürokratie, bessere Infrastruktur und schnellere Digitalisierung.

Gabriela Pantring, die seit Februar 2026 Vorstandsvorsitzende der NRW.BANK ist und dem vierköpfigen Vorstand bereits seit 2016 angehört, rückte drei Themen in den Mittelpunkt: Innovation, Resilienz und europäische Stärke. Gerade unter geopolitischen Unsicherheiten bleibe Transformation entscheidend, sagte sie. Nordrhein-Westfalen befinde sich mitten im Wandel hin zu klimaneutraler Industrie, mehr Ressourceneffizienz, Digitalisierung und KI. Damit daraus Wachstum entstehen könne, brauche es den engen Austausch zwischen Mittelstand, Start-ups, Investoren und Finanzierungspartnern. Eigenkapital und Beteiligungskapital seien dabei wichtige Hebel, um Innovationen schneller in die Umsetzung zu bringen und Unternehmen widerstandsfähiger aufzustellen.


Von der Wachstumskrise zur produktiven Erneuerung

In seiner Keynote „Risiko. Kapital. Kultur – von der strukturellen Disruption zur produktiven Erneuerung“ stellte Prof. Dr. Henning Vöpel Deutschland eine klare Diagnose: Das Land befinde sich nicht in einer vorübergehenden Konjunkturschwäche, sondern in einer strukturellen Wachstumskrise. Produktivität und Innovationskraft gerieten zunehmend unter Druck, während notwendige Reformen immer häufiger an gesellschaftlichen und institutionellen Beharrungskräften scheiterten.

Vöpel warnte zugleich davor, Disruption ausschließlich als Bedrohung zu verstehen. Sein Gegenentwurf lautete „produktive Erneuerung“. Wachstum entstehe dort, wo Unternehmen bereit seien, Risiken einzugehen, neue Technologien zu integrieren und kulturelle Offenheit zu entwickeln. Seine Kernbotschaft: Nicht die Geschwindigkeit des Wandels sei das Problem, sondern die Geschwindigkeit, mit der Organisationen lernen, sich anzupassen.


Beteiligungskapital als Hebel für Innovation und Wachstum

Die erste Diskussionsrunde griff diese Gedanken unmittelbar auf. Unter dem Titel „Mit Beteiligungskapital Zukunft schaffen – Innovationen fördern – Digitalisierung gestalten“ diskutierten Marcell Faller (sonoro), Ulrike Hinrichs (BVK), Claudia Köppe (NRW.BANK) und Henning Vöpel darüber, welche Rolle Eigenkapital künftig im Mittelstand spielen kann. Ein zentrales Thema war die veränderte Funktion von Beteiligungskapital. Kapital werde heute zunehmend als Entwicklungs- und Transformationsinstrument verstanden – nicht mehr nur zur Finanzierung einzelner Schritte, sondern zur Begleitung größerer Veränderungsprozesse.

Claudia Köppe machte deutlich, dass Kapital allein keine Transformation auslöse. Entscheidend sei die Verbindung aus Finanzierung, Know-how, Netzwerk und langfristiger Perspektive.

Ulrike Hinrichs richtete den Blick auf die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und verband dies mit einem Appell an die Politik. Sie machte deutlich, dass es nicht reiche, „alleine gegen die Steuern“ zu schimpfen; vielmehr müssten die Anliegen der Branche dort adressiert werden, wo politische Entscheidungen getroffen werden. Im Kern ging es ihr um wettbewerbsfähige steuerliche Rahmenbedingungen, weniger Belastung und mehr Gehör für Beteiligungskapital als Transformationsinstrument.

Marcell Faller brachte die Perspektive des Unternehmers ein und machte deutlich, dass Innovationsfähigkeit heute nicht nur eine Frage des Kapitals sei, sondern ebenso von Geschwindigkeit, Umsetzungsstärke und Offenheit für neue Wege abhänge.

Der gemeinsame Nenner des Panels: Beteiligungskapital kann Transformation beschleunigen, ersetzen kann es unternehmerische Entscheidungen jedoch nicht.


Beirat oder Berater: Wer hilft wirklich in der Transformation?

Besonders praxisnah wurde es in der zweiten Diskussionsrunde „Wege für eine erfolgreiche Transformation: Beiräte oder Berater als Sparringspartner?“. Andreas Krämer (Deutsche Beteiligungs AG), Lutz Lohmann (VTI Ventil-Technik), Maren Lorth (Mi[de]) und Malte Pollmann (PINOVA Capital) diskutierten darüber, wann externe Unterstützung tatsächlich Mehrwert schafft.

Der Tenor war eindeutig: Berater seien sinnvoll für klar umrissene Projekte. Beiräte hingegen hätten ihre Stärke dort, wo langfristige Entwicklung, Strategie und kritische Begleitung gefragt seien. Mehrfach wurde betont, dass ein wirksamer Beirat keine „Family-and-Friends-Veranstaltung“ sei. Unternehmen bräuchten bewusst externe Perspektiven und Menschen, die unangenehme Fragen stellten.

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Zusammensetzung solcher Gremien. Branchenwissen sei wichtig, aber nicht ausreichend. Gerade Disruption entstehe häufig außerhalb der eigenen Branche. Gleichzeitig machten die Diskutierenden deutlich, dass Governance nicht mit Bürokratie verwechselt werden dürfe. Gute Governance könne Entscheidungen beschleunigen und Managementteams stärken.


Zukunft gestalten statt Zukunft fürchten

Nach dem ersten Euregional Start-up Pitch verlagerte sich der Blick konsequent nach vorne. Prof. Dr. Pero Micic stellte in seiner Keynote „Bright Future Business – So machen Sie Ihr Unternehmen zukunftssicherer“ weniger die Frage nach den Risiken als nach den Voraussetzungen für Zukunftsfähigkeit. Sein zentraler Gedanke: Unternehmen müssten lernen, Zukunft wieder aktiv zu gestalten, statt sich ausschließlich an Krisen und Unsicherheiten abzuarbeiten.

Führung, so Micic, funktioniere langfristig nicht über Angst oder Verzicht, sondern über attraktive Zukunftsbilder. Diese Haltung fasste er mit dem Begriff „Zukunftsfreude“ zusammen. Mitarbeitende wie Führungskräfte müssten erkennen können, warum sich Veränderung lohnt. Dabei stellte er bewusst die Frage nach Haltung und Führungskultur: Unternehmen, die nur auf bessere politische Rahmenbedingungen warteten, würden kaum schneller werden. Entscheidend sei die Bereitschaft, innerhalb des eigenen Einflussbereichs aktiv zu handeln und Zukunft als unternehmerische Aufgabe zu verstehen.


Wenn Start-ups und Corporates gemeinsam Innovation schaffen

Dass Zukunft nicht allein im eigenen Unternehmen entsteht, zeigte die dritte Diskussionsrunde unter dem Titel „Innovation durch Kooperation – Start-ups meet Corporates“. Unter Moderation und mit Impulsen von Prof. Dr. Dirk Honold diskutierten Maria Beck (European Digital Innovation Hub Dortmund), Marcel Roesner (Archimedes New Ventures), Jürgen Ridder (DE-VAU-GE Gesundkostwerk) und Reinhard Vanhöfen (OMMM Operation Management Solutions) darüber, wie Innovationspartnerschaften praktisch funktionieren können. Dabei wurde deutlich, dass sich das Verhältnis zwischen Mittelstand und Start-ups verändert hat. Ging es früher häufig um einzelne Pilotprojekte oder Technologie-Scouting, stehen heute zunehmend konkrete Geschäftsmodelle, Skalierung und gemeinsame Wertschöpfung im Mittelpunkt.

Maria Beck betonte die Bedeutung regionaler Innovationsökosysteme und niedrigschwelliger Zugänge zu neuen Technologien. Unternehmen müssten nicht alles selbst entwickeln. Entscheidend sei die Fähigkeit, externe Lösungen sinnvoll zu integrieren.

Marcel Roesner beschrieb Kooperationen als Möglichkeit, Innovationszyklen zu verkürzen und neue Ideen schneller marktfähig zu machen.

Jürgen Ridder brachte die Perspektive eines etablierten Unternehmens ein und machte deutlich, dass erfolgreiche Kooperationen klare Erwartungen und belastbare Umsetzungsstrukturen benötigen.

Reinhard Vanhöfen verwies darauf, dass erfolgreiche Innovation selten zufällig entsteht, sondern organisiert werden muss.

Der gemeinsame Nenner des Panels: Mittelstand und Start-ups stehen nicht in Konkurrenz. Dort, wo beide Seiten ihre jeweiligen Stärken einbringen, entstehen neue Produkte, schnellere Entwicklungszyklen und zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten.


Zukunftspartnerschaften als Modell für den Mittelstand

Zum Abschluss des Konferenzprogramms spannte Prof. Dr. Dr. Dr. Roland Benedikter den Bogen vom einzelnen Projekt hin zum größeren Bild. In seiner Keynote „Zukunfts-Partnerschaften: Mehrwert für den Mittelstand“ stellte er die Frage, wie Unternehmen auch unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen handlungsfähig bleiben.

Seine Antwort fiel klar aus: Unternehmen müssen künftig stärker in Partnerschaften und Ökosystemen denken.

Besonders konkret wurde Benedikter bei der Frage nach der Finanzierung von Transformation. Für Innovations- und Veränderungsprojekte beschrieb er eine typische Struktur mit rund 40 % Finanzierung durch das Unternehmen selbst, weiteren 40 % über Beteiligungskapital beziehungsweise Förderinstrumente und etwa 20 % durch den Innovationspartner oder das Start-up.

Seine Botschaft: Zukunftspartnerschaften seien keine Übernahmemodelle, sondern Kooperationen auf Augenhöhe. Sie sollten Risiken verteilen, externe Kompetenzen einbinden und Innovationssprünge ermöglichen. Gewinner, so Benedikter, bauten Ökosysteme statt Insellösungen.


Junge Ideen auf die Bühne

Einen besonderen Akzent setzten die beiden Euregional Start-up Pitches, die junge Unternehmen und ihre Konzepte sichtbar machten. Am Ende setzte sich die co-reactive GmbH durch. Natascha Grosser, Vorsitzende des Private Equity Forum NRW e.V., überreichte den Publikumspreis und ein Preisgeld in Höhe von 3.000 EUR. Dabei hob sie die Bedeutung des Netzwerkgedankens hervor und würdigte zugleich die langjährige Zusammenarbeit rund um die Konferenz. Die Preisverleihung zeigte noch einmal sehr konkret, worum es an diesem Tag immer wieder ging: Innovation nicht nur zu diskutieren, sondern aktiv zu fördern.


20 Jahre Konferenz, 15 Jahre Engagement

Emotional wurde es anschließend beim Jubiläumsteil des Abends. Johanna Antonie Tjaden-Schulte, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK, richtete den Blick auf die Menschen hinter dem Ökosystem Beteiligungskapital und würdigte die Kontinuität, die hinter dem Erfolg der Konferenz steht.

Besonders hervorgehoben wurden Ulrike Hinrichs, die seit 15 Jahren den BVK prägt und die Konferenz über viele Jahre begleitet hat, sowie Christoph Büth und sein Team, die die Eigenkapitalaktivitäten der NRW.BANK und den Aufbau des Netzwerks maßgeblich mitgestaltet haben. Die Würdigung machte deutlich: Erfolgreiche Finanzierungssysteme entstehen nicht allein durch Programme oder Produkte, sondern durch Menschen, die über Jahre Vertrauen aufbauen und Akteure zusammenbringen.

Mit dem anschließenden Get-together fand die Jubiläumsausgabe ihren passenden Ausklang. Als die Sonne langsam über dem Rhein unterging und sich die Gespräche von den Sälen auf die Terrassen verlagerten, wurde spürbar, dass die Private Equity-Konferenz NRW seit zwei Jahrzehnten weit mehr ist als ein Branchentreffen: ein Ort für Austausch, neue Kontakte und konkrete Kooperationen.


Fazit: Was der Mittelstand mitnehmen kann

Die 20. Private Equity-Konferenz NRW hat gezeigt: Transformation ist keine Managementmode, sondern konkrete unternehmerische Arbeit. Für den Mittelstand geht es darum, Innovation systematischer zu organisieren, neue Technologien früher zu testen und externe Perspektiven gezielt einzubinden – über Beiräte, Start-ups, Kapitalpartner und Netzwerke. Beteiligungskapital wird dabei zunehmend zum Transformationsinstrument: Es kann Wachstum finanzieren, Kompetenzen ergänzen und Risiken verteilen. Entscheidend bleibt aber auch der Mut, Veränderungen anzustoßen, Kooperationen einzugehen und neue Wege zu gehen, ohne die eigene unternehmerische Identität aufzugeben.


Eva Rathgeber ist Chefredakteurin der Unternehmeredition und verfügt über langjährige Erfahrung in Journalismus, PR und Unternehmenskommunikation. Inhaltlich liegt ihr Fokus auf Mittelstand, Familienunternehmen, Finanzierung, Investitionen, Private Equity, M&A, Nachfolge, Digitalisierung und Innovation.

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Osborne Clarke berät Tracsis plc bei Übernahme des Digitalticketing-Spezialisten Vesputi GmbH

Die internationale Wirtschaftskanzlei Osborne Clarke hat den britischen Transporttechnologie-Konzern Tracsis plc beim Erwerb sämtlicher Anteile an der Vesputi GmbH rechtlich beraten. Vesputi mit Sitz in Leipzig ist ein auf digitales Ticketing spezialisierter Technologieanbieter und Betreiber der Plattform „Mobilitybox“.

Mit der Übernahme sichert sich Tracsis einen strategischen Zugang zum komplexen deutschen Markt für öffentlichen Personennahverkehr und baut seine Präsenz im europäischen Markt für digitale Mobilitätslösungen aus. Vesputi wird in die Rail Technology & Services Division von Tracsis integriert und ergänzt dort das bestehende Angebot an Softwarelösungen für den Bahn- und ÖPNV-Sektor.

Kern der Übernahme ist die von Vesputi entwickelte Plattform „Mobilitybox“. Mobilitybox unterstützt Verkehrsunternehmen dabei, offizielle Tickets in Drittanbieter-Anwendungen verfügbar zu machen, darunter Reiseportale, City-Apps, Mobilitätsplattformen und andere digitale Dienste, die Fahrgäste bereits nutzen. Über eine standardisierte API und ein Ticketing-Backend verbindet Mobilitybox Verkehrsunternehmen mit Drittanbietern, ohne dass für jeden einzelnen Verkehrsverbund eigene Schnittstellen entwickelt und betrieben werden müssen.

Für Tracsis stellt die Transaktion eine gezielte Erweiterung seiner Ticketing- und digitalen Mobilitätskompetenzen in Europa dar. Das bestehende Geschäftsmodell von Vesputi baut auf der Software- und Ticketing-Expertise von Tracsis im britischen Markt auf und lässt sich in die internationale Wachstumsstrategie der Gruppe integrieren. Das Vesputi-Team, einschließlich der Gründungsgesellschafter, bleibt an Bord und treibt künftig aus Deutschland heraus die Skalierung der Plattform voran. Mit der Unterstützung von Tracsis soll die Mobilitybox-Plattform sukzessive auf weitere Verkehrsverbünde und Regionen ausgeweitet werden.

Osborne Clarke hat Tracsis umfassend im Zusammenhang mit dem Erwerb der Vesputi GmbH beraten. Die Beratung umfasste insbesondere die Strukturierung des grenzüberschreitenden Share Deals sowie die Verhandlung der Transaktionsdokumentation.

„Die Übernahme von Vesputi zeigt, wie internationale Technologieanbieter den Markteintritt in regulierte Mobilitätsmärkte über gezielte Bolt-on-Akquisitionen vorbereiten – mit lokal verankerter Technologie, bestehenden Kundenbeziehungen und einem klar skalierbaren Geschäftsmodell“, so Dr. Philipp Reeb, Partner bei Osborne Clarke.

Über Osborne Clarke

Osborne Clarke ist eine internationale Wirtschaftskanzlei mit über 2.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an 25 Standorten weltweit, davon über 280 Anwältinnen und Anwälte in Berlin, Hamburg, Köln und München. Mit dem Anspruch „Helping you succeed in tomorrow’s world“, ausgeprägter Branchenkenntnis durch Vernetzung und herausragender Kompetenz in Themen der digitalen Transformation von Geschäftsmodellen, der Dekarbonisierung und rund um Urban Dynamics berät und vertritt Osborne Clarke Unternehmen und Unternehmer in allen praktisch relevanten Fragen des Wirtschaftsrechts.

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Baker Tilly begleitet DUBAG Group beim Erwerb von HKO

Die internationale Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Baker Tilly hat die DUBAG Group beim Erwerb der H.K.O. Isolier- und Textiltechnik GmbH („HKO“) durch den von ihr beratenen Private-Equity-Fonds Lenbach Equity Opportunities III GmbH & Co. KG („LEO III Fund“) im Bereich Financial Due Diligence beraten. Verkäufer ist die Saint-Gobain Gruppe.

HKO mit Hauptsitz in Oberhausen ist auf die Herstellung anspruchsvoller Produkte in den Bereichen thermische Isolierung, Brandschutz und technische Textilanwendungen spezialisiert. Das Unternehmen verfügt über Produktionsstandorte in Oberhausen, Beuren und Leinefelde-Worbis sowie ein Distributionszentrum im französischen Wattignies.

Mit der Transaktion wird der erste Schritt zur Herauslösung von HKO aus dem Saint-Gobain-Konzern vollzogen. Ziel ist es, das Unternehmen als eigenständige und unabhängige Gesellschaft weiterzuentwickeln und seine Marktposition in den Bereichen thermische Isolierung, Brandschutz sowie technische Textilien gezielt auszubauen.

Über DUBAG Group

Die DUBAG Gruppe, gegründet 2009 mit Sitz in München, ist ein stark wachsendes Investmentunternehmen, das den Private-Equity-Fonds Lenbach Equity Opportunities III. GmbH & Co. KG („LEO III Fund“) verwaltet. Der LEO III Fund investiert vornehmlich in mittelständische Unternehmen in Sondersituationen wie beispielsweise komplexe Unternehmensausgliederungen, Nachfolgeregelungen in Familienunternehmen oder Unternehmen mit komplexen Finanzierungsstrukturen. Der LEO III Fund verfolgt eine paneuropäische Anlagestrategie mit besonderem Fokus auf die DACH-Region und Italien.

Über H.K.O. Isolier- und Textiltechnik GmbH

Die H.K.O. Isolier- und Textiltechnik GmbH ist ein führender Hersteller von Speziallösungen für thermische Isolierung, Brandschutz sowie technische Textilien. Das Unternehmen entwickelt und produziert hochwertige, anwendungsspezifische Produkte für industrielle Endmärkte und die Automobilindustrie sowie persönliche Schutzausrüstung.

Über Baker Tilly

Baker Tilly bietet mit mehr als 50.400 Mitarbeitern in 147 Ländern ein breites Spektrum individueller und innovativer Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Audit & Advisory, Tax, Legal und Consulting an. Weltweit entwickeln Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte, Steuerberater und Unternehmensberater gemeinsam Lösungen, die exakt auf jeden einzelnen Mandanten ausgerichtet sind, und setzen diese mit höchsten Ansprüchen an Effizienz und Qualität um. Auf Basis einer unternehmerischen Beratungsphilosophie stellen die mandatsverantwortlichen Partner interdisziplinäre Teams aus Spezialisten zusammen, die den jeweiligen Projektanforderungen auf internationaler wie auf nationaler Ebene genau entsprechen. In Deutschland gehört Baker Tilly mit 1.680 Mitarbeitern an zehn Standorten zu den größten partnerschaftlich geführten Beratungsgesellschaften. Die Baker Tilly Competence Center und Industry-Teams bündeln Know-how und Erfahrungen aus unterschiedlichen Disziplinen und Branchen in berufsgruppenübergreifenden Teams und fokussieren sich dabei auf die speziellen Anforderungen von Mandanten und deren Märkte.

www.bakertilly.de

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NETWORK berät encosa bei Wachstumsfinanzierung

NETWORK hat die encosa energy GmbH („encosa“) als exklusiver Debt Advisor bei der Strukturierung und erfolgreichen Umsetzung einer komplexen SPV-Portfoliofinanzierung für den Aufbau einer „One-Stop-Shop“-Lösung von Batteriespeichern (BESS) beraten.


Transaktion

Die Finanzierung ermöglicht encosa den Aufbau und die Skalierung eines Portfolios an gewerblichen und industriellen Batteriespeicherlösungen (BESS), um als Komplettanbieter am Markt agieren zu können. Durch die Strukturierung als separate SPV-Portfoliofinanzierung, kann sich das Unternehmen dabei weiterhin auf ihr stark wachsendes Kerngeschäft konzentrieren, aber gleichzeitig ihren Kunden völlige Flexibilität und ein eigenes Finanzierungmodell für den Bau von Batteriespeichern anbieten.

Die Transaktion unterstreicht das Vertrauen in das Geschäftsmodell, die technologische Kompetenz und die strategische Positionierung von encosa im europäischen Cleantech- und Energy-Storage-Markt.

Unternehmen

encosa ist ein Münchner Unternehmen für Batteriespeicherlösungen und bedient Gewerbe- und Industriebetriebe in ganz Deutschland. Mit einer Komplettlösung aus Planung, Finanzierung, Installation und Betrieb ermöglicht encosa energieintensiven Unternehmen, ihre Energiekosten zu senken und zusätzliche Erlöse aus der Vermarktung der Speicher zu erzielen. Flexible Finanzierungsmodelle und der Verzicht auf operativen Mehraufwand machen die Lösung für jedes Unternehmen umsetzbar. Zu den Investoren hinter encosa gehören u.a. First Momentum, Redstone, Heliad sowie ein Family Capital Konsortium um WEPA Ventures und Warsteiner.

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Baker Tilly begleitet H&Z Group bei Übernahme von jupitos

Die internationale Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Baker Tilly hat die H&Z Group, eine führende europäische Managementberatung, im Rahmen der Übernahme der jupitos GmbH im Bereich Financial Due Diligence beraten.

Mit dem Erwerb von jupitos, einem der führenden Spezialisten für Procurement-Digitalisierung und Ivalua-Implementierungen im deutschsprachigen Raum, stärkt H&Z gezielt seine Kompetenzen in der digitalen Procurement-Transformation und baut seine Expertise entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter aus. Damit erweitert H&Z sein Leistungsportfolio in der Implementierung und Optimierung der Ivalua Plattform und schafft ein integriertes Angebot, das Strategie, Technologie und Umsetzung noch enger miteinander verzahnt.

Gemeinsam verfügt die Gruppe künftig über ein erweitertes internationales Team, um Unternehmen bei der nächsten Generation digitaler Einkaufs-Transformationen ganzheitlich zu begleiten.

Über H&Z

H&Z ist eine führende europäische Managementberatung mit Expertise in Procurement, Performance, digitaler Transformation und Restrukturierung. Als Partner unterstützt H&Z mittelständische Unternehmen und Konzerne dabei, ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.

Über jupitos

jupitos ist als EMEA-Partner von Ivalua auf die Implementierung und Optimierung der Beschaffungsplattform spezialisiert und begleitet Kunden ganzheitlich entlang der digitalen Beschaffungstransformation – von Prozess- und Projektmanagement über die technische Konfiguration bis zur Integration bestehender Systeme und dem laufenden Betrieb der Plattform.

Über Baker Tilly


Baker Tilly bietet mit mehr als 50.400 Mitarbeitern in 147 Ländern ein breites Spektrum individueller und innovativer Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Audit & Advisory, Tax, Legal und Consulting an. Weltweit entwickeln Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte, Steuerberater und Unternehmensberater gemeinsam Lösungen, die exakt auf jeden einzelnen Mandanten ausgerichtet sind, und setzen diese mit höchsten Ansprüchen an Effizienz und Qualität um. Auf Basis einer unternehmerischen Beratungsphilosophie stellen die mandatsverantwortlichen Partner interdisziplinäre Teams aus Spezialisten zusammen, die den jeweiligen Projektanforderungen auf internationaler wie auf nationaler Ebene genau entsprechen. In Deutschland gehört Baker Tilly mit 1.680 Mitarbeitern an zehn Standorten zu den größten partnerschaftlich geführten Beratungsgesellschaften. Die Baker Tilly Competence Center und Industry-Teams bündeln Know-how und Erfahrungen aus unterschiedlichen Disziplinen und Branchen in berufsgruppenübergreifenden Teams und fokussieren sich dabei auf die speziellen Anforderungen von Mandanten und deren Märkte.

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Mayer Brown berät TUI Suisse AG beim Verkauf der Cruisetour AG

Mayer Brown hat die TUI Suisse AG beim Verkauf sämtlicher Anteile an der Cruisetour AG beraten, einem in der Schweiz ansässigen Unternehmen, das auf die Vermittlung von Kreuzfahrtreisen spezialisiert ist.

Mayer Brown war federführender rechtlicher Berater der TUI bei dieser Transaktion, einschließlich der Verhandlung des Anteilskaufvertrags sowie der Bearbeitung steuerrechtlicher Aspekte. Die schweizerisch-rechtlichen Aspekte im Zusammenhang mit der Übertragung der Anteile an der Cruisetour AG wurden von der Schweizer Kanzlei MLL Legal betreut. Neben dem Verkauf wurde auch eine langfristige Zusammenarbeit im Kreuzfahrtbereich der TUI Suisse und der E-Hoi AG als Erwerberin der Cruisetour AG vereinbart.

Die Transaktion ist Teil der laufenden Portfoliooptimierungsstrategie der TUI Group. Die TUI Group ist eines der weltweit führenden Touristikunternehmen.

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Osborne Clarke berät Capnamic und IQ Capital bei Seed-Investment in Omegga

Die internationale Wirtschaftskanzlei Osborne Clarke hat die Wagniskapitalinvestoren Capnamic und IQ Capital bei ihrer Seed-Beteiligung an der Omegga GmbH rechtlich beraten. Im Rahmen der Finanzierungsrunde mit einem Gesamtvolumen von rund EUR 10 Millionen investieren Capnamic und IQ Capital gemeinsam mit dem EIC Fund in das Münchner DeepTech-Start-up, das eine KI-gestützte Spektroskopie-Technologie für die frühzeitige Geschlechtsbestimmung im Hühnerei entwickelt.

Omegga adressiert mit seiner Technologie ein zentrales ethisches und wirtschaftliches Problem der Geflügelindustrie: Jährlich werden weltweit Milliarden männlicher Küken kurz nach dem Schlüpfen getötet, weil sie weder Eier legen noch für die Mast wirtschaftlich nutzbar sind. Die Lösung von Omegga ermöglicht es, das Geschlecht bereits im Ei zu bestimmen – nicht-invasiv, integriert in industrielle Brutprozesse und bereits heute im laufenden Betrieb bei ersten Kunden im Einsatz. Auf Basis der Kombination aus KI und optischer Spektroskopie schafft das Start-up damit einen neuen technischen Standard für tierschutzkonforme und zugleich effiziente Brüterei-Prozesse.

Kapital für Skalierung und Plattformausbau

Capnamic und IQ Capital bringen neben Kapital insbesondere ihre Erfahrung im Aufbau technologiegetriebener Wachstumsunternehmen ein. „Mit Omegga entsteht eine Plattformtechnologie mit dem Potenzial, gleich mehrere Industrien grundlegend zu verändern. Das Team verbindet wissenschaftliche Tiefe mit unternehmerischem Pragmatismus – eine seltene Kombination“, so Christian Knott, Managing Partner bei Capnamic.

Umfassende Beratung der Investoren

Osborne Clarke hat Capnamic und IQ Capital zu allen wesentlichen rechtlichen Aspekten der Beteiligung beraten.

Über Osborne Clarke

Osborne Clarke ist eine internationale Wirtschaftskanzlei mit über 2.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an 25 Standorten weltweit, davon über 280 Anwältinnen und Anwälte in Berlin, Hamburg, Köln und München. Mit dem Anspruch „Helping you succeed in tomorrow’s world“, ausgeprägter Branchenkenntnis durch Vernetzung und herausragender Kompetenz in Themen der digitalen Transformation von Geschäftsmodellen, der Dekarbonisierung und rund um Urban Dynamics berät und vertritt Osborne Clarke Unternehmen und Unternehmer in allen praktisch relevanten Fragen des Wirtschaftsrechts.