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NRW.BANK investiert in HyImpulse Technologies
Vier Millionen Euro für neues SpaceTech-Innovationszentrum in Nordrhein-Westfalen
Über ihren Venture-Capital-Fonds NRW.Venture hat sich die NRW.BANK mit vier Millionen Euro an der HyImpulse Technologies GmbH beteiligt. Mit dem Geld will das Raumfahrtunternehmen aus Baden-Württemberg ein Innovationszentrum in Nordrhein-Westfalen aufbauen. Das Investment der Förderbank war Teil einer Series-A-Extension-Finanzierungsrunde, in der insgesamt mehr als 50 Millionen Euro zusammenkamen.
„Wir investieren in Ideen und Technologien, die unsere Welt von morgen prägen – und SpaceTech gehört für uns ganz klar dazu“, sagt Gabriela Pantring, Vorsitzende des Vorstands der NRW.BANK. „Deshalb unterstützen wir HyImpulse Technologies dabei, hier in Nordrhein-Westfalen künftig seine Raketenforschung voranzutreiben und damit unser Bundesland als Raumfahrtstandort zu stärken.“
„Europa braucht Startkapazitäten, die souverän, flexibel verfügbar und wirtschaftlich tragfähig sind. Mit unserer proprietären hybriden Antriebstechnologie und unserem Fokus auf suborbitale wie orbitale Dienste sind wir hervorragend aufgestellt, um die starke Nachfrage zu bedienen“, sagt Dr. Christian Schmierer, Co-Founder und CEO von HyImpulse Technologies. „Mit der NRW.BANK gewinnen wir dafür einen starken Partner, der unsere Wachstumspläne unterstützt.“
Innovativen Raketenantrieb entwickelt
HyImpulse Technologies wurde 2018 als Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Standort Lampoldshausen gegründet. Es entwickelt und produziert Trägersysteme für den Transport von Satelliten und anderen Nutzlasten ins All.
Bei seinen Raketen setzt das Unternehmen auf einen innovativen Hybridantrieb, der Paraffin und flüssigen Sauerstoff nutzt. Im Vergleich zum klassischen Kerosinantrieb ist das sicherer, umweltfreundlicher und kostengünstiger. Das Ziel: Europas technologische Souveränität und einen unabhängigen Zugang zum Weltraum zu stärken.
Neuer Standort in Nordrhein-Westfalen
Im Zuge der Weiterentwicklung und Kommerzialisierung seiner Raketentechnologie plant das Unternehmen, in den kommenden Jahren ein Innovationszentrum in Nordrhein-Westfalen aufzubauen.
Mit dem neuen Standort in Nordrhein-Westfalen rückt HyImpulse Technologies räumlich näher an den Hauptsitz des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln, die RWTH Aachen sowie das Weltraumkommando der Bundeswehr am Niederrhein. Mit diesen Institutionen arbeitet das Unternehmen bereits jetzt zusammen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.nrwbank.de/venture
Baker Tilly begleitet EnBW bei Veräußerung ihrer Windenergie-Servicegesellschaften in Dänemark und Frankreich
Die internationale Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Baker Tilly hat die EnBW Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) umfassend bei der Veräußerung ihrer hundertprozentigen Tochtergesellschaften CWS Connected Wind Services Danmark A/S (CWS Danmark) und CWS Connected Wind Services France SAS (CWS France) beraten.
Ein internationales Baker Tilly-Team begleitete den Energiekonzern mit umfassender Beratung in den Bereichen Legal und Tax und steuerte die Rechts- und Steuerberatung in Frankreich und Dänemark. Baker Tilly Deutschland stellte dabei als zentrale Koordinationsstelle zwischen den beteiligten Länderteams und der EnBW eine konsistente, aufeinander abgestimmte Beratung über beide Transaktionen hinweg sicher.
Die rechtliche und steuerliche Beratung in Dänemark erfolgte durch Baker Tilly Legal Advokatfirma und Baker Tilly Denmark. Die rechtliche Beratung in Frankreich erfolgte durch Oratio Avocats.
„Ich bedanke mich sowohl bei der EnBW als auch allen beteiligten Baker Tilly-Kollegen für die hervorragende Zusammenarbeit. Die Transaktionen unterstreichen die internationale Beratungskompetenz von Baker Tilly im Energie- und Infrastruktursektor sowie die enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit innerhalb des Baker Tilly-Netzwerks“, sagt Alexandra Sausmekat.
Die CWS Danmark mit Sitz in Skødstrup bei Aarhus und die CWS France mit Sitz in Dijon sind Dienstleister im Bereich Erneuerbare Energien und auf den Betrieb und die Wartung von Onshore-Windkraftanlagen spezialisiert. Käuferin der CWS Danmark ist die dänische Eurowind Energy A/S, die in diesem Jahr bereits die schwedische Renewables-Plattform der EnBW erwarb. Die CWS France wird von der EnBW im Zuge eines Management Buy-Out veräußert.
Mit dem Verkauf ihrer Anteile an den beiden Servicegesellschaften setzt die EnBW ihre strategische Fokussierung auf ihre Kernmärkte fort und bündelt ihre Ressourcen zunehmend auf den Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Energieinfrastruktur in Deutschland. Im Juli hatte der Energiekonzern den Verkauf seiner schwedischen Erneuerbaren-Plattform bekannt gegeben. Bereits bei dieser Transaktion koordinierte Baker Tilly die Steuerberatung für EnBW.
Die beiden Transaktionen in Dänemark und Frankreich stehen unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen. Über den Kaufpreis haben die Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart.
Über EnBW
Mit rund 31.500 Mitarbeiterinnen ist die EnBW eines der größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa. Sie versorgt rund 5,5 Millionen Kundinnen mit Energie und ist auf allen Wertschöpfungsstufen von der Erzeugung über den Handel bis hin zum Netzbetrieb und den Vertrieb von Strom, Wärme und Gas aktiv. Im Zuge der Neuausrichtung vom klassischen Energieversorger zum nachhaltigen Infrastrukturunternehmen sind der Ausbau der Verteil- und Transportnetze für Strom, Gas und Wasserstoff sowie der erneuerbaren Energien Kernpunkte der EnBW-Wachstumsstrategie und Schwerpunkt der Investitionen. Bis 2030 plant die EnBW bis zu 50 Milliarden Euro zu investieren, rund 85 Prozent davon in Deutschland. Bis dahin soll rund 80 Prozent des EnBW-Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien bestehen. Dies sind zentrale Meilensteine auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel für die unternehmenseigenen Treibhausgasemissionen im Jahr 2040.
Über CWS Danmark
Die CWS Connected Wind Services Danmark A/S betreut ein Serviceportfolio von mehr als 960 Windkraftanlagen unter Management mit einer installierten Gesamtleistung von rund 800 Megawatt und beschäftigt 98 Mitarbeitende.
Über CWS France
Die CWS Connected Wind Services France SAS betreut über ihre Service-Hubs in Dijon, Amiens, Chartres, Châlons und Le Creusot rund 100 Windkraftanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von rund 200 Megawatt und beschäftigt 38 Mitarbeitende.
Über Baker Tilly
Baker Tilly bietet mit mehr als 50.400 Mitarbeitern in 147 Ländern ein breites Spektrum individueller und innovativer Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Audit & Advisory, Tax, Legal und Consulting an. Weltweit entwickeln Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte, Steuerberater und Unternehmensberater gemeinsam Lösungen, die exakt auf jeden einzelnen Mandanten ausgerichtet sind, und setzen diese mit höchsten Ansprüchen an Effizienz und Qualität um. Auf Basis einer unternehmerischen Beratungsphilosophie stellen die mandatsverantwortlichen Partner interdisziplinäre Teams aus Spezialisten zusammen, die den jeweiligen Projektanforderungen auf internationaler wie auf nationaler Ebene genau entsprechen. In Deutschland gehört Baker Tilly mit 1.680 Mitarbeitern an zehn Standorten zu den größten partnerschaftlich geführten Beratungsgesellschaften. Die Baker Tilly Competence Center und Industry-Teams bündeln Know-how und Erfahrungen aus unterschiedlichen Disziplinen und Branchen in berufsgruppenübergreifenden Teams und fokussieren sich dabei auf die speziellen Anforderungen von Mandanten und deren Märkte.
www.bakertilly.de
NRW.BANK stärkt Wachstum von ag-tech.systems
Seed-Finanzierung für Technologie zur herbizidfreien Unkrautbekämpfung
Die NRW.BANK beteiligt sich über ihr Programm NRW.SeedCap neben weiteren Investoren an der Seed-Finanzierungsrunde der ag-tech.systems GmbH aus Geilenkirchen. Das Unternehmen verfügt über eine Technologie, die einen rückstandsfreien Reifeprozess wichtiger Kulturpflanzen (z. B. Kartoffeln, Hafer) mithilfe von Hochspannungsstrom und einer leitfähigen Flüssigkeit ohne synthetische Komponenten ermöglicht sowie invasive Unkrautarten (Erdmandelgras etc.) nachhaltig bekämpft. Mit dem frischen Kapital will ag-tech.systems die Produktentwicklung vorantreiben, die Anwendung auf weitere Zielkulturen ausweiten und die Expansion in internationale Märkte beschleunigen.
„Innovationen sichern die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft. Entscheidend ist, dass gute Ideen nicht in der Entwicklungsphase stecken bleiben, sondern den Weg in den Markt finden“, sagt Gabriela Pantring, Vorsitzende des Vorstands der NRW.BANK. „Dafür brauchen gerade junge Unternehmen das passende Kapital. Mit unserer Beteiligung an ag-tech.systems unterstützen wir eine Technologie aus Nordrhein-Westfalen auf diesem Weg und stärken damit Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in unserem Land.“
„Unkrautbekämpfung ohne Chemie darf kein Kompromiss sein. Sie muss auf dem Acker genauso zuverlässig wirken wie ein Herbizid, und sie muss sich für den Betrieb rechnen“, sagt Marcus Lehnen, Geschäftsführer der ag-tech.systems GmbH. „Das neue Kapital gibt uns die Mittel, die Serienfertigung des epc.160 vorzubereiten und die Markteinführung kontrolliert und nah an unseren Kunden zu gestalten.“
Neue Technologie für die Unkrautbekämpfung
Das Unternehmen mit Sitz in Geilenkirchen entwickelt eine Technologie zur optimalen, chemiefreien Kulturbegleitung auf Basis von Hochspannungsstrom und einer eigens entwickelten Leitflüssigkeit, die den elektrischen Eintrittswiderstand der Pflanzen senkt. Das Verfahren ermöglicht einen gezielten, witterungsunabhängigen Reifeprozess wichtiger Kulturpflanzen und bekämpft unerwünschte, invasive Pflanzen von der Wurzel bis zum Blatt und hinterlässt keine chemischen Rückstände im Boden, in Kulturpflanzen oder Lebensmitteln. Es bietet damit eine physikalische Alternative zu synthetischen Herbiziden.
Kapital für Produktentwicklung und Marktausbau
Die NRW.BANK beteiligt sich neben weiteren Investoren an der aktuellen Finanzierungsrunde. Mit den eingeworbenen Mitteln plant ag-tech.systems die nächste Phase seiner Entwicklung. Im Mittelpunkt steht die Markteinführung des Systems epc.160, das vollständig in moderne Standard-Landmaschinen integriert und über den Traktor gesteuert werden kann. Zudem ist die Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten in weiteren Pflanzkulturen wie Zuckerrüben, Gerste und Raps geplant. Darüber hinaus will das Unternehmen größere Maschinen für den Einsatz im großflächigen Ackerbau entwickeln. Neben der technologischen Weiterentwicklung plant ag-tech.systems den Eintritt in weitere internationale Märkte wie Kanada, USA, Frankreich, die Niederlande und das Vereinigte Königreich.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.nrwbank.de/seedcap